Wärmebrücken Standards (Normen) in Europa
AnTherm ist vollständig validiert nach EN ISO 10211:2007: AnTherm ist qualifiziert als "dreidimensionales, stationäres Präzisionsverfahren" („Klasse A“). Eine Validierung ist nach den Rahmenbedingungen der EBPD Richtlinie der meisten EU Mitgliedsstaaten verpflichtend. Seit Anfang 1996 ist die Europa-Norm "Wärmebrücken im Hochbau Wärmeströme und Oberflächentemperaturen - Teil 1: Allgemeine Berechnungsverfahren" (EN ISO 10211-1) in Kraft. Die Norm EN ISO 10211:2007 "Wärmebrücken im Hochbau - Wärmeströme und Oberflächentemperaturen - Detaillierte Berechnungen" stellt eine Weiterentwicklung dieser Standardisierung . Die Europanorm "Bauteile - Wärmedurchlasswiderstand und Wärmedurchgangskoeffizient - Berechnungsverfahren" (EN ISO 6946) liegt auch vor. Für Rahmenbauteile ist die EN ISO 10077-2:2003 "Wärmetechnisches Verhalten von Fenstern, Türen und Abschlüssen – Berechnung des Wärmedurchgangskoeffizienten - Teil 2: Numerisches Verfahren für Rahmen" zu beachten.
Damit ist der Inhalt der wichtigen Aufgaben für Planer, Hersteller, Bauausführende sowie für die Qualitätskontrolle erkennbar, die seit dem Wirksamwerden der Europa-Normen auf dem Gebiet des Wärmeschutzes verbunden sind. Eine detaillierte Erklärung der für die Evaluierung von Wärmebrücken relevanten Konzepte finden Sie unter "Primären Konzepte". Im Abschnitt "Anwendungsbereich" der EN ISO 10211 wird als Zweck der Norm festgelegt: - die Berechnung der minimalen Oberflächentemperatur zur Abschätzung des Risikos von Oberflächenkondensation
und - die Berechnung der Wärmeströme zur Abschätzung der Gesamtwärmeverluste eines Gebäudes, im stationärem Fall (Bem.: zeitunabhängige Temperaturverteilung)
und - die Ermittlung von längenbezogenen und punktbezogenen Wärmedurchgangskoeffizienten und Oberflächentemperaturkennzahlen (von Wärmebrücken).
Zur Berechnung der Temperaturverteilung wird gefordert, "präzise" Rechenverfahren anzuwenden, wobei die Norm die Anforderungen festlegt, bei deren Erfüllung ein Rechenverfahren als "präzise" (high precision) zu bezeichnen ist. Berechnung des Wärmedurchgangskoeffizienten von oberflächenparallelen Bauteilen aus thermisch homogenen Schichten wird gemäß EN ISO 6946 natürlich unter Zugrundelegung eindimensionaler Modelle durchgeführt. Bei oberflächenparallelen Bauteilen mit thermisch homogenen und inhomogenen Schichten kann die Berechnung des (flächenbezogenen) thermischen Widerstandes entsprechend einem bekannten Näherungsverfahren (ISO Verfahren) erfolgen, sofern der maximale relative Fehler "klein" bleibt.
In allen anderen Fällen von mehrdimensionalen Wärmeströmen insbesondere beim Vorliegen von Wärmebrücken sind numerische Verfahren gemäß EN ISO 10211 heranzuziehen.
Siehe auch: Normvalidierung vom AnTherm
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